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Das Girokonto
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Das Girokonto
82 Millionen Deutsche besaßen im Jahr 2008 mehr als 93 Millionen Girokonten – verteilt auf fast 2.000 Banken. Damit ist das Girokonto die bekannteste und am häufigsten genutzte Möglichkeit, am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Und da mittlerweile die Mehrheit der Zahlungen bargeldlos erledigt wird, ist ein Girokonto zwingend erforderlich. Im vergangenen Jahr wurden allein mittels Überweisungen 62 Billionenen Euro im bargeldlosen Zahlungsverkehr bewegt, elf Billionen Euro mittels des Lastschriftverfahrens.
Wozu braucht man ein Girokonto?
Der wichtigste Kriterium für ein Girokonto ist: Nahezu jeder Arbeitgeber erhält sein Gehalt am Monatsende bargeldlos auf sein Girokonto eingezahlt. Vor der deutschlandweiten Einführung des Girokontos wurde das meistens bar ausgezahlt, auch Mieten oder Rechnungen aller Art wurden bar beglichen. Ein organisatorischer Aufwand, der mit dem Girokonto stark vereinfacht wurde. Vom Girokonto profitierte unter anderem der Versandhandel, denn die erhaltene Ware konnte bargeldlos schnell und einfach bezahlt werden.
Woher weiß ich, welches Girokonto für mich das richtige ist?
Ein Girokonto ist also vor allem notwendig, um Überweisungen zu tätigen und zu empfangen, Lastschriften zu erlauben, Daueraufträge einzurichten oder auch Bargeld abzuheben. Jeder Bürger in Deutschland hat die Möglichkeit, ein Girokonto zu eröffnen, um am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Die Eröffnung eines Girokontos erfordert einen Vertrag zwischen Kunde und Bank, der, bei Auflösung des Girokontos, fristgemäß gekündigt werden muss. Die Banken bieten zahlreiche unterschiedliche Kontomodelle, der Kunde kann das für sich passende Girokonto Modell auswählen.
Oft sind die Girokonten an verschiedene Bedingungen geknüpft: Bei der Eröffnung eines Gehaltskonto beispielsweise muss dem Girokonto monatlich ein gewisser Betrag gutgeschrieben werden. Ein Studentenkonto kann ein Kunde nur eröffnen, wenn er tatsächlich an einer Hochschule eingeschrieben ist und meist innerhalb einer bestimmten Altersgrenze liegt. Oft verlangen die Banken für den Unterhalt eines Girokontos und für die durchgeführten Transaktionen eine Kontoführungsgebühr, die von Bank zu Bank aber differieren kann. Viele Kreditinstitute bieten mittlerweile auch gebührenfreie Girokonten an. Ein Vergleich der verschiedenen Angebote lohnt sich daher.
Zu jedem Girokonto gehört fast immer auch eine Debit-Karte, wie zum Beispiel die SparkassenCard oder eine Maestro-Karte. Im Jahr 2008 kamen diese Karten mehr als zwei Milliarden Mal in Deutschland zum Einsatz. Diese Karte ermöglicht dem Kunden, am Automaten Bargeld von seinem Girokonto abheben oder auch bargeldlos bezahlen, etwa im Supermarkt oder an der Tankstelle. Der zu zahlende Betrag wird dann automatisch vom Girokonto eingezogen. Die Zu- und Abgänge kann der Kontoinhaber aus seinem Kontoauszug einsehen, den das Kreditinstitut jedem Bankkunden zur Verfügung stellen muss.





